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Winterschäden: Oberbergische Gemeinde sucht kommunalen Partner

Der Winter schweißt die Kommunen offensichtlich zusammen. In Nümbrecht sind es genauer gesagt die vielen Schlaglöcher, die er hinterlassen hat. Um sie zu flicken, wird für den Bauhof der Haushaltsansatz um 20 000 Euro für neue Straßenbaumaschinen aufgestockt. Damit sollen ein Erwärmer, um das Schlagloch vor dem Verfüllen mittels Gasbrennern aufzuweichen, und ein kleiner Fertiger, also eine Mini-Teermaschine, gekauft werden. Bei diesen Anschaffungen haben die Nümbrechter ihre Nachbarkommunen im Auge, um sie für eine interkommunale Zusammenarbeit zu erwärmen. So sah es jedenfalls der Betriebsausschuss: Die Verwaltung soll entweder die Investition gemeinsam mit einer anderen Kommune durchführen oder mit ihr eine Vereinbarung über eine gemeinsame Nutzung abschließen, damit eine höhere Auslastung und eine Refinanzierung erreicht würden. „Die Gespräche sollen mit Wiehl, Waldbröl und Bergneustadt geführt werden“, berichtete Gerd Radermacher von den Gemeindewerken. „Möglicherweise auch mit Ruppichteroth, weil die Kreisgrenze aus Sicht des Ausschusses keine Rolle spielt. Generell wurde keine Kommune als Partner ausgeschlossen“, ergänzte er. Durchaus positiv bewertet Bauamtsleiter Manfred Schneider die geplante kommunale Zusammenarbeit, meinte aber, dass sie gut abgestimmt werden müsse. Denn sie habe von der Organisation her ihre Grenzen. Positiv setzt sich derweil die SPD für eine solche „Koalition“ ein. Sie beantragt zur Ratssitzung, dass der Bürgermeister überprüfen soll, ob eine interkommunale Zusammenarbeit im Bereich des Bauhofes mit einer oder mehreren Nachbarkommunen Vorteile hat.

(Kölnische Rundschau, 07.04.2010)

 

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