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Zertifizierung „Familiengerechte Kommune“

Mit ihrer Familienfreundlichkeit wirbt die Stadt Gladbeck (NRW) schon lange. Mit Erfolg - junge Familien lassen sich gern in Gladbeck nieder. Alle Aktivitäten des „Gladbecker Bündnisses für Familie, Erziehung, Bildung, Zukunft“ zielen schon seit Jahren darauf hin, Eltern zu stärken, ihnen, wenn nötig Hilfe zukommen zu lassen; Kinder von der Geburt an positiv zu begleiten und ihnen alle vorhandenen Bildungsmöglichkeiten zu offerieren. Und auch das gerade angelaufene millionenschwere Landes-Förderprogramm Stadtmitte trägt das „familienfreundlich“ im Titel.  Doch damit nicht genug. Nun bemüht sich die Stadt auch noch um die Zertifizierung „Audit familiengerechte Kommune“, ein Projekt unter anderem vom NRW-Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration. Die Vorbereitungen laufen bereits seit Ende 2008. Vertreter der Ratsfraktionen, der städtischen Ämter, aller Wohlfahrtsverbände, freie Träger, Migrantenselbstorganisationen, die Schulen, der VGW (Verein der Gladbecker Wirtschaft) und der Einzelhandelsverband entsandten Vertreter zur Festlegung der Inhalte an einem Tisch. Natürlich gibt’s auch eine wissenschaftliche Begleitung. In der Stadtbildungskonferenz, im Gladbecker Herbstplenum - überall kam die Zielsetzung zur Sprache, wurde diskutiert, wie man künftig dem hohen Anspruch der familiengerechten Kommune gerecht werden kann. Ziel der Auditierung in Gladbeck ist es unter anderem, alle bisherigen Aktivitäten der Stadt auf diesem Feld zu einer Gesamtstrategie zu bündeln und gemeinsam weiter zu entwickeln. „Das Bündnis für Familie hat in den fast fünf Jahren seines Bestehens in Gladbeck schon eine Menge Energie für Familien freigesetzt“, betonte Bürgermeister Ulrich Roland. Es habe vor allem zu einem „Umbau der sozialen städtischen Begleitsysteme hin zur Prävention und Stärkung von Familien geführt“. Ein Umstand, der übrigens auch der wissenschaftlichen Begleitung des Audit-Prozesses nicht verborgen geblieben ist. Immer wieder, so Mario Herrmann von den Grünen, „waren die Externen bei ihren Visiten in Gladbeck positiv davon überrascht, was in dieser Stadt bereits schon alles unternommen wird“. Nun soll die Familie kommunal also noch mehr in den Fokus rücken: Der Aufbau eines Bildungsnetzwerkes, die regelmäßige Fortführung des Familienberichtes, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Sprachkompetenz von Eltern und Kindern sowie die Familienbildung ganz allgemein werden ebenso wie die noch engere Zusammenarbeit von Kitas und Grundschulen die zentralen Themen der Zukunft in Gladbeck sein. Bürgermeister Roland forderte eine konsequente Verfolgung der Ziele ein - auch vor dem Hintergrund der „derzeit ausgesprochen schwierigen Haushaltslage“. Diese werde die Stadt Gladbeck wohl auch in den nächsten Jahren begleiten. Das dürfe aber auf keinen Fall dazu führen, die familienpolitischen Ziele aus den Augen zu verlieren.

(Der Westen, 25.05.2010) Ganzer Artikel hier

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